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Die Schule ist geschlossen

Der Verein freut sich über die Rückkehr der Familie Fröhlich, die uns – mit ihren zweijährigen Erfahrungen – über die Lage in Paraguay berichtet.

Im ganzen Land sind die Schulen seit März geschlossen – und dies obwohl viel weniger Coronafälle gemeldet wurden, seit es im Oktober in Paraguay heiss und sommerlich wurde. Die Kinder bleiben zu Hause und starren täglich für den Unterricht in ihre Geräte. Das Lehrerteam vom Colegio MAJ gibt sich zwar Mühe, digital den persönlichen Kontakt zum Kind zu pflegen und die schulische Qualität aufrechtzuhalten. Doch klar ist: Das vergangene Jahr hinterlässt bei Schülern, Lehrerinnen und Eltern seine Spuren; weit mehr als nur quadratische Augen. Noch warten alle auf die Anordnungen des Staates für das vor uns liegende Schuljahr: Wird Mitte Februar nach den Sommerferien weiter virtuell oder vor Ort oder hybrid oder mit Kleinklassen oder… wie unterrichtet? Hoffen und beten wir für eine kluge, umsetzbare und das Wohl des Kindes berücksichtigende Lösung fürs 2021!

Sie haben zwei Jahre angesagt und zwei Jahre durchgezogen. Nun sind sie zurück: Mirta und Alex Fröhlich mit Sohn Mateo haben ohne Unterbruch 2019 und 2020 tatkräftig in der Schule mitgearbeitet. Als Verein sind wir stolz auf die mutige Familie, durch die wir nun aus erster Hand wissen, wie es dem MAJ geht. Und die beiden Vereinsmitglieder unterrichteten und engagierten sich nicht nur, sondern lebten direkt auf dem Schulgelände. Wer kann schon von sich behaupten in einer Turnhalle zu wohnen? Dadurch über 300 Kinder täglich ums Haus zu haben, ist eine Erfahrung und machte das MAJ für die Familie Fröhlich dafür umso greifbarer.

Verzweiflung und Hoffnung

Paraguay ist eine andere Welt. Für Mirta waren die zwei Jahre in Südamerika und bei ihren Eltern ein Stück weit ein Nachhausekommen, wenn auch erstmals als Erwachsene und Mutter. Alex brauchte hingegen seine Zeit, um die Basis der Sprache und Kultur kennenzulernen. Doch gleich ab dem zweiten Tag nach Ankunft sprang er ins kalte Wasser und unterrichtete dreien Klassen Englisch; später folgten Geschichte und Schach. Das Ehepaar begleitete die Schulgründerin Rosmarie Näf durch Hoch und Tiefs und unterstützte, wo es nur ging. Vor allem als es einmal fast nicht mehr ging… denn durch Corona, die Schliessung der Schulen und emotionale Proteste kam das MAJ an den Rand eines Konkurses und Rosmarie an den Rand ihrer Nerven. Doch trotz Krise und unzuverlässiger Zahlungsmoral überlebte die Schule – auch dank eines Rettungspakets aus der Schweiz! Euch grosszügigen Spendern, die ihr im Jahr 2020 teils sogar mehrmals gegeben habt, ist die Fortführung des Unterrichts zu verdanken.

Zielscheibe von Beleidigungen und Angriffe zu sein, das schmerzt und brachte Rosmarie an den Punkt, sich als Person noch weiter aus dem Lebenswerk rauszunehmen. Der prestigeträchtigen Schule liegt schon lange eine Stiftung in Paraguay zugrunde. Ausserdem wird das MAJ ja von fähigem Personal von vor Ort mitgeleitet. Doch dieses sollte nun definitiv die ganze Verantwortung auch innerhalb der Stiftung übernehmen. Kurz vor Abreise nahmen Mirta und Alex deshalb an einer zukunftsweisenden Vorstandssitzung teil: Die tragenden Ämter der Stiftung wurden auf mehrere Schultern unter dem Personal verteilt. Beten wir auch hier für diesen neugeformten Stiftungsrat, auf dass er die neuen Aufgaben mit Weisheit anpacken und das herausfordernde Jahr 2021 meistern kann!

Die Schule lebt also weiter – mit frischem Wind! Und das MAJ bleibt selbsttragend. Dank der Brücke, die Mirta und Alex nun zwischen den beiden Ländern schlagen, kann der Verein noch gezielter Hilfe bei Notfällen leisten. Ein eindrückliches Beispiel war das Geschenk, das nun im heissen Sommer zu tragen kommt: ein schuleigener Transformator! Dieser stabilisiert endlich den Strom für die Klimaanlagen und entlastet das Quartier. Und eben: Er wurde durch ein Crowdfunding aus der Schweiz finanziert, wofür sich das MAJ nochmals herzlich bedankt!

Fröhlichs sind zurück, was uns neugierig stimmt, mehr von ihren Abenteuern zu erfahren. Deshalb ein Ausblick: Für diesen Sommer plant der Verein einen Event, an dem wir Paraguay erneut spüren und schmecken und «fröhliche» Anekdoten sehen und hören werden!

Spendeaktion Erfolgreich

Das Highlight dieses Jahres steht jetzt schon fest. Im Februar starteten wir eine Spendekampagne für einen dringend nötigen Transformator eigens für die Schule. Die bestehende Infrastruktur zur Stromversorgung war schnell überlastet und führte gerade in der heissen Sommerzeit oft zu Stromausfällen. Dies erschwerte den Unterricht enorm. Zu unserer Freude wurde das Spendeziel noch vor der Hälfte der Kampagnenlaufzeit erreicht und das Projekt ist somit zustande gekommen! Als dann im März die Corona Pandemie ausbrach musste das Projekt wie so vieles erstmal auf Eis gelegt werden. Unterdessen konnte jedoch der Masten aufgerichtet und der neue Transformator installiert werden. Nun ist die Schule ausgerüstet für den nächsten Sommer und sobald Präsenzunterricht wieder möglich ist, kann der Unterricht ungestört von Stromausfällen vorangehen. Wir bedanken uns bei all unseren Spendern und wünschen der Schule und allen Schülern viele lehrreiche Schuljahre.

Frühmorgens wurde der Masten aufgerichtet.

Schachturnier

Zum ersten Mal wurden dieses Jahr die Sekundarschüler im Schachspiel unterrichtet. Dies unter dem Überfach Kunst. Angefangen mit den Schachregeln über Spieltaktik und Strategie bis hin zur Schachgeschichte, Weltmeister, Interviews mit paraguayischen Schachprofis, und anderes lernten die Schüler alles rund um dieses Spiel. Zum Abschluss konnten die Schüler nicht nur ihr Wissen sondern auch ihr Können ganz praktisch in einem Schachturnier unter Beweis stellen.

Glücklicher Gewinner des Schachtourniers und erster Schüler der das Colegio MAJ wieder betreten durfte 🙂
Dicht hinter dem Gewinner folgt der zweite und dritte Platz (v.l.n.r.)

COVID-19: Situation in Paraguay und dem Colegio MAJ

Auch Paraguay ist von der Corona Krise betroffen. Bis jetzt konnte sich das Virus glücklicherweise noch nicht gross ausbreiten. Noch bis Mitte März wurden nur einzelne bestätigte Infektionen gemeldet. Bis Ende März ist die Zahl auf nicht ganz 100 gestiegen. Das mag auch daran liegen, dass einfach noch zu wenige Tests durchgeführt werden konnten. Die Regierung von Paraguay hat aber schon sehr früh einschneidende Massnahmen ergriffen, denn die Krankenhäuser sind schlecht ausgerüstet und wären für eine Ausbreitung der Pandemie gar nicht vorbereitet.

Schon am 10. März, ein paar Tage nach der ersten bestätigten Infektion, wurde die Schliessung aller Schulen beschlossen und grössere Versammlungen verboten. Das Colegio MAJ hat gleich am Tag darauf entschieden mit digitalem Fernunterricht fortzufahren. Keine zwei Wochen später, am 20. März, wurde bereits die absolute Ausgangssperre verordnet, welche unterdessen noch verschärft und bis zum 19. April verlängert wurde. Bis auf eine klar definierte Liste von Ausnahmen für einige unerlässliche Dienste sowie zum Einkauf von Nahrungsmittel, Medikamente und Reinigungsmittel zu bestimmten Zeiten ist jegliche Zirkulation von Personen und Fahrzeugen untersagt. Diese trifft viele Menschen in Paraguay die von der Hand ins Mund leben besonders hart. Für sie hat damit ein Kampf ums Überleben begonnen. So auch für die Schule MAJ. Konti, geschweige denn E-Banking sind in Paraguay nicht verbreitet. Eltern bezahlen das Schulgeld monatlich bar im Sekretariat. Nun durften die Eltern aber nicht mehr aus dem Haus und auch das Sekretariat musste geschlossen bleiben. Viele Eltern überlegen sich auch, ihre Kinder in die Staatsschule umzuteilen. Ohne finanzielle Absicherung sitzt die Schule durch die ausbleibenden Einnahmen schnell auf dem Trockenen. So konnten die 30 Angestellten des Colegio MAJ für den Monat März noch bezahlt werden, doch weitere Fixkosten wie der Strom bereits nicht mehr. Die Schule steht auf der Kippe, die Tore zu schliessen und die segensreiche Arbeit nach all den Jahren beenden zu müssen.

Wann die Schulen wieder geöffnet werden könnten ist noch ungewiss. Der Bildungsminister hat Anfang April jedoch verlautbaren lassen, dass es nicht in der näheren Zukunft sein wird und der Präsenzunterricht dann wahrscheinlich auch erst nach und nach wieder aufgenommen würde. Es ist jedoch damit zu rechnen, dass einige Familien die Schulgelder auch dann aus der eigenen finaniziellen Not nicht mehr bezahlen werden. Zudem geht es in Paraguay auf den Winter zu und die grosse Infektionswelle wird erst noch erwartet.

Nun vertrauen wir auf unseren Herrn und Freund Jesus Christus, bei dessen Namen wir uns nennen und von dem wir zu jeder Zeit unsere Hilfe erwarten. Er ist es auch, der nach seinem weisen Rat all dies über uns kommen lassen hat und die ganze Erde in Gerechtigkeit richtet und uns zugleich zum Erlöser geworden ist. So wollen wir auch gerade in dieser Not unsere Bitten an Ihn wenden und glauben dabei nicht beschämt zu werden.

Bitte betet mit uns…

  • für den Erhalt des Colegio MAJ und dass die 30 Angestellten ihre Arbeit nicht verlieren.
  • für die Kinder und deren Familien, dass Gott für sie sorge.
  • für das Land und die Regierung, dass Gott ihnen die nötige Weisheit schenke mit dieser schwierigen Situation umzugehen.
  • für alle, die es jetzt besonders hart trifft.
  • für Bewahrung vor zunehmender Kriminalität.

Auch jede finanzielle Hilfe ist willkommen. Alle Spenden gehen vollumfänglich an das Colegio MAJ in Paraguay.

Kontodaten
Begünstigter: Verein Colegio-MAJ (Schweiz)
IBAN: CH65 0070 0110 0042 5483 1
Verwendungszweck: Erhalt der Schule

Spendeaktion für eine bessere Infrastruktur

Geheizte Wohnungen gibt es in Paraguay praktisch nicht, der Winter ist auch relativ kurz. Im Sommer wird es dafür umso heisser. Entsprechend wichtig sind Ventilatoren und Klimaanlagen, für die die sich das leisten können. Die bestehende Infrastruktur kommt aber schnell an ihre Grenzen und so gibt es gerade in den heissesten Monaten oft Stromausfälle. Auch das Colegio MAJ ist davon betroffen, was den Unterricht und das Lernen enorm erschwert. Ruhig zu sitzen und aufmerksam zuzuhören fällt den meisten Kindern ja sonst schon schwer genug. Darum wollen wir als Verein die Schule darin unterstützen einen leistungsstärkeren Transformator, eigens für die Schule zu beschaffen. So wäre für die Schule gesorgt und auch die nähere Umgebung würde indirekt durch die Entlastung profitieren. Auch die Schüler selbst haben sich dazu bereits ins Zeug gelegt. Bevor es in die grossen Sommerferien ging, veranstaltete die Schule mit ihnen eine Spendeaktion. Sie backten Pizzen und verkauften diese in der Umgebung.

Die Schüler des Colegio MAJ backten Pizzen und verkauften sie in der Umgebung, um Geld für einen Transformator zu sammeln.

Etwas ist dabei zusammengekommen, aber so ein Transformator ist nicht ganz billig. Was noch fehlt, wollen wir jetzt als Verein noch dazugeben, damit das Projekt Realität wird. Dazu haben wir auf icareforyou.ch eine Crowdfunding Kampagne aufgesetzt. Dort findet ihr weitere Details über das Projekt, was noch fehlt und wie ihr uns unterstützen könnt. Wir würden uns freuen, wenn ihr die Kampagne in eurem Umfeld teilt und das Projekt so zustande käme.

Neuigkeiten aus dem Schulhof

Wir sind vor Ort!

Liebe Freunde der Schule MAJ

Nun berichten wir live aus Paraguay. Denn die Vereinsmitglieder Mirta und Alex mit Mateo Fröhlich leben bereits über einem halben Jahr dort. Und sie haben vor bis 2021 zu bleiben. Das Ehepaar versucht auf einfache Art in der Institution anzupacken.
Die Schweizer Vertretung wohnt sogar in einem Haus auf dem Schulgelände. So erzählt die Familie aus nächster Nähe und beobachtet begeistert: Das Colegio MAJ lohnt es sich zu unterstützen!
Warum sie hinter der Schule stehen und was sie das halbe Jahr durch mitbekommen haben, berichten sie anhand dreier Bereiche.

Umweltschutz wird kleingeschrieben

Abschlussklasse stellt eigene Tüten her

Das Brennthema Europas scheint im Alltag Paraguays (noch?) keine Relevanz zu haben. Beim Essen eines Bonbons wirft man das Papierchen ohne Augenzwinkern auf den Boden. Der Müll prägt Spaziergänge durch die Strassen des Landes. Und den Abfall von zu Hause verbrennt man nicht selten auf einem Haufen draussen am Strassenrand. So spart man die Kehrichtgebühr. Oft liegt deshalb eine Rauchwolke über dem Quartier.
Umso schöner, dass sich die Abschlussklasse (17 bis 18-Jährige) in ihrem Abschlussprojekt «Liebe mehr, verschmutze weniger» damit befasst. Es beinhaltet die Auseinandersetzung mit dem Verbrauch und der Reduktion von Plastik; speziell bei Einkaufstüten. Sie schlagen vor, im Supermarkt einen Sack aus Stoff zu gebrauchen. Und diesen designten sie gleich selbst und motivieren ihr Umfeld ihn beim Einkauf mitzunehmen. In jedem Schulfach betreiben sie zum Thema passende Recherchen, die als Texte am Ende in einem Büchlein resultieren. Mit diesem, der besagten Tasche und einer Sensibilisierung-Kampagne schliessen die Jugendlichen in diesem Semester nach zwölf Jahren ihre Karriere im Colegio MAJ ab.
Der Schutz und Erhalt der Schöpfung Gottes hat auch im Unterricht aller anderen Klassen seinen Platz. Vermutlich braucht es aber noch mindestens eine Generation mehr, bis das Bewusstsein für einen veränderten Umgang mit Bonbon-Papierchen und anderen Dingen angekommen ist.

Wettbewerb
Gewinnen Sie eine originale Einkaufstüte aus Stoff von der MAJ-Abschlussklasse!
Senden Sie bis spätestens 4. November 2019 an mail@colegio-maj.ch die Antwort auf folgende Frage (mit Namen und Zustelladresse):Wie heisst das Motto der Schule „Mi Amigo Jesús“ im 2019?
Der Gewinner/die Gewinnerin wird aus den richtigen Antworten ausgelost.
Bemerkung: Der Preis wird mit dem nächsten Besuch aus der Schweiz mitgegeben.

Eine Laudatio

Kein MAJ ohne sie

Ein Kränzchen gilt es dem Personal zu winden. Von ihren eindrücklichen Taten seien an dieser Stelle nur einige erwähnt. Aber vorab: ohne diese Personen – keine Schule.
Eine Besonderheit Paraguays stellen die Festivitäten und Erinnerungen, kurz die Pflege des kulturellen Bodens, dar. Fast jede Woche scheint an einen «Tag der…» gedenkt zu werden. Nicht alle zelebriert die Schule, doch die wertvollsten, die obligatorischen: so – nebst dem Nationalfeiertag und religiösen Tagen – gibt es den Tag der Freundschaft, der Mutter, des Kindes, der Jugend oder der Folklore; alle haben ihre bedeutungsgebende Geschichte. Und alle Feste sind natürlich vorbereitet, mit den Klassen eingeübt, organisiert und durchgeführt vom Lehrerteam. Zusätzlich kochen und verkaufen die Lehrerinnen an den Anlässen Spezialitäten, um die durch die Festlichkeiten gelockerte Kasse wieder zu stabilisieren.
Dieses Engagement versteht sich neben dem alltäglichen Unterrichten, Vorbereiten, Werte-Vermitteln oder abendlichen Weiterbildungen. – Und das alles zu einem Lohn, der knapp mit dem Lehrerlohn des Staates mithalten kann. Eine Privatschule ringt bekanntlich ums Geld; die Qualität hochhalten, aber fürs kleine Portemonnaie. Hinter dem Einsatz eines solchen Teams muss eine höherliegende Überzeugung stecken. Verständlich, dass auch gelegentlich ein Lehrer zum Besserbezahler abspringt. Dass das MAJ jedoch privat geführt und von den Schulgeldern der Eltern finanziert ist, bringt selbstverständlich Vorteile wie eine gewisse Unabhängigkeit vom (im Moment leider wieder instabilen) Staat und der Politik. Die Ungebundenheit ist attraktiv für viele Eltern.
Was von den Eltern am MAJ beispielsweise geschätzt wird, ist der Schutz der Kinder. Mitverantwortlich dabei ist der sogenannte Torsteher. Der Mann garantiert, dass kein Kind das Gelände unbewilligt verlässt und kein unwillkommener Einfluss reinkommt. Das wirkt für Schweizer Verhältnisse ungewöhnlich. Doch mit den Schlüsseln in der Tasche spielt der Torsteher wohl die Schlüsselrolle des wichtigsten Bedürfnisses von Paraguay: der Sicherheit. Damit das gelingt, steht der Fleissige täglich um 6 Uhr auf dem Trapez und verlässt nach zwölf Stunden um 18 Uhr mit den letzten Kindern die Schule wieder. Die Kinder kennt er beim Namen, Eltern und Lehrerinnen sind ihm auch bekannt. Ununterbrochen vollbringt er seinen Dienst am Colegio MAJ. Der ununterbrochene Einsatz von der Direktion, der Putzequipe oder der Kantine, ohne die die Schule ebenso wenig funktioniert, würdigen wir in einem anderen Newsletter.

Wer rastet, der rostet

Sportförderung

Im temperaturmässig angenehmen Frühling (in Paraguay: September und Oktober) führt jede Klassenstufe ihre eigenen Sporttage durch. Der Sport dominiert die Jahreszeit. Dabei fehlt es an nichts: eigene Eröffnungsshows, T-Shirts, Preise, etc. Gespielt wird – nebst dem paraguayischen «Nationalsport» Fussball in Form von Futsal – Handball und Volleyball.
Wettkämpfe zwischen verschiedenen Colegios der Region standen ebenfalls an. Dabei schnitten die Fussballer und Handballer der Männer des MAJs nicht schlecht ab. Die Sportförderung findet auch abends mit einer internen Fussball- und Handballschule im MAJ statt. Unser Schweizer Verein unterstützte (damals durch die Produktion eines Hörspiels) diese sportliche Unterweisung der Kinder mit der Überzeugung, dass Bewegung zur ganzheitlichen Bildung beiträgt und das Lernen fördert. «I’m fit» heisst das Motto der Schule im 2019 – und zwar fit auf allen Ebenen: mental, körperlich und geistlich. So steht das Kopfrechnen neben dem Fussball und dem täglichen Bibellesen. Frisch, dynamisch, gesund oder eben fit fürs Leben zu sein, bedeutet nicht nur die Muskeln des Gehirns, sondern auch die der Arme und der Seele zu trainieren.
Dieses Anliegen gilt es in den täglichen Herausforderungen des Schulalltags ausgewogen umzusetzen. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön dem Freundesverein und allen Spendern für die tatkräftige Unterstützung dabei, die MAJ-Kinder fit zu halten.

Bald werden Sie auch Neuigkeiten vom Schweizer Freundes- und Förderkreis erreichen. Es erwarten Sie einige Überraschungen und ein erstaunliches Projekt; freuen Sie sich darauf.
Als gemeinnütziger Verein erinnern wir Sie gerne nochmals daran, dass eine Spende, die Sie noch dieses Jahr tätigen, von der Steuererklärung 2019 abgezogen werden kann. Wir bedanken uns herzlich für Ihre Zuwendung!

Paraguay-Abend 2019

Der Verein Colegio MAJ (Schweiz) lädt euch herzlich zum Paraguay-Abend 2019 ein!

Was läuft am Paraguay-Abend?

Wir als Verein wollen euch Unterstützern etwas zurückgeben und euch Einblick geben, wie es in der Schule und wie es in Paraguay aussieht. Dazu haben wir einen Kurzfilm produziert. Dieser wird am Paraguay-Abend exklusive Premiere feiern.
An diesem Event werden ausserdem Mirta, Alex und Mateo Fröhlich verabschiedet. Sie gehen für zwei Jahre die Schule Colegio MAJ vor Ort unterstützen. Am 25. Januar erzählt die Familie von ihrem Einsatz in Paraguay und steht für Fragen zur Verfügung.

Der Anlass ist kostenlos. Das Essen kann man zum Selbstkostenpreis beziehen.
Herzliche Einladung – wir freuen uns auf euch!

Sponsorenlauf

Wir führen am Samstag, 30. Juni 2018 ab 12:00 Uhr einen Sponsorenlauf durch. Der Lauf findet beim Cevi-Haus Altstetten statt. http://www.cvjm-haus-altstetten.ch/

Der erlaufene Betrag wird zu 100% direkt in Paraguay investiert werden, um benachteiligten Kindern eine Schulbildung zu ermöglichen. Das Projekt bzw. die Art, wie das Geld eingesetzt wird, entscheidet sich anhand der Grösse des gesamten Ertrages. Wir werden auf jeden Fall berichten, wie wir zusammen Positives in Paraguay bewirken!

Jahresrückblick 2017

Was läuft in Paraguay?

2017 war ganz besonders für uns: Wir durften bereits das 25. Jahr Kinder mit christlichen Werten unterrichten. In diesem Jubiläumsjahr schenkte uns der HERR sage und schreibe 322 Schüler! Ausserdem segnete uns Gott mit vielen Highlights und Neuerungen:

So gestalteten wir die Hauptfassade charmanter – unter anderem mit Leuchtbuchstaben – und bauten endlich eine Bühne für Veranstaltungen. Ausserdem konnten wir mit den Spenden des Akustischen Adventskalenders »Fremdi Fötzel« eine attraktive Fussball-Abendschule mit einem engagierten Sportlehrer gründen! – Vielen Dank für alle Unterstützung!

Die Feste feiern, wie sie fallen

Im April am „Tag des Lehrers“ feierten wir das Jubiläum mit einem Abendessen für das ganze Lehrer-Team, Dienst-Team und alle Ex-Schüler und –Kollegen von 25 Jahren aus 13 Klassen! Zu unserer Ehre waren auch Mirta und Alex Fröhlich als „Director de la Asociación de apoyo“ mit dabei. Insgesamt nahmen etwa 150 Personen am Fest teil.

Im Mai veranstalteten wir den „Tag der Familie“ als MAJ-Fest mit allen Schülern und ihren Angehörigen, was über 700 Gäste ergab. Das Programm begann am Sonntagmorgen mit einem Dankgottesdienst. Als Prediger kam der Leiter der Vereinigung Christlicher Schulen Paraguays. Zum Abschluss wurde als Hauptattraktion ein Luft-Foto mit allen Schülern von einer Drohne gemacht (siehe Foto oben).

Flohmarkt-Aktion

Im Oktober verkaufte der Verein auf dem Flohmarkt Kanzlei in Zürich Waren und erzielte dabei einen Netto-Erlös von knapp 300 Franken, den er dem Colegio MAJ spendet. Nicht nur der finanzielle Erfolg motivierte, sondern auch die gemeinschaftliche Erfahrung, was die Mitglieder zusammenschweisste. Eine ähnliche Aktion ist im Mai 2018 geplant.

Lenin lässt grüssen

Der Präsident Alex Fröhlich organisierte eine erste »Bildungsreise« von und für Mitglieder und Interessierte des Vereins und er führte im Mai durch die Landesmuseums-Ausstellung »1917 Revolution. Russland und die Schweiz«. Bildung soll nicht nur in Paraguay, sondern auch in der Schweiz gefördert werden, meint der Historiker. Das Interesse war gross und es ist bereits eine zweite »Bildungsreise« geplant.

Neuigkeiten aus der Schule und dem Verein.

Mirta und Alex drehen Dokufilm

Für knapp zwei Wochen im April filmten Fröhlichs in Paraguay einen Dokufilm über die Schule. Der Dreh gab ihnen einen einmaligen Einblick in die schulischen Verhältnisse, öffnete Türen in paraguayische Haushalte und entlockte unterschiedlichsten Leute berührende Statements über das Colegio MAJ! Daneben durften die Beiden an der 25-Jahr-Jubiläumsfeier teilhaben und den Schweizer Verein – unter anderem mit einer Ansprache – repräsentieren.
Die Premiere des Films folgt 2018 in der Schweiz.

Weihnachts-Geschenk?

Bald schon ist Weihnachten! Der letztjährige Akustische Adventskalender »Fremdi Fötzel« steht auch diesen Advent wieder bereit zum Verkauf. Jede verkaufte CD (oder digitaler Download) wirft 10 Franken für die Schule in Paraguay ab. Es lohnt sich also – frohe Adventszeit!

Kurzes Update von Daniel Gut.
Infos und Verkauf:
http://akustischer-adventskalender.ch/

Schuldirektorin und Gründerin zu Besuch in Zürich

Der Verein Colegio-MAJ (Schweiz) lud zu einem «Paraguay-Abend» in Zürich ein, in dessen Mittelpunkt die Schulgründerin Rosmarie Näf stand. Die Pionierin erzählte über die Entstehung und Hintergründe der Privatschule in Paraguay. Im zweiten Teil konnten die über 50 begeisterten Besucher das südamerikanische Land hautnah erleben.

„Ruedi und ich hatten nie geplant, eine Schule zu gründen. Heute sind es über 300 Kinder, die das Colegio ­«Mi Amigo Jesus» besuchen!“, so berichtete Rosmarie Näf am 3. Juni 2016 am «Paraguay-Abend» in Zürich.

Rosmarie Näf

Die Gründerin der christlichen Privatschule ist vor über 30 Jahren mit ihrem Mann nach Paraguay ausgewandert. Um ihren Töchtern eine angemessene Bildung zu ermöglichen, starteten sie 1993 eine eigene Schule mit 17 Kindern aus der Nachbarschaft. Seit damals hat sich vieles verändert: das Gebäude wurde grösser, die Infrastruktur verbessert und die Anzahl der Lehrer vervielfacht. Doch die christlichen Werte sind für Rosmarie Näf bis heute unverzichtbar. „Der Name MAJ «Mi Amigo Jesus» (dt. mein Freund Jesus) ist Programm. Die Kinder bekommen ein Fundament auf den Weg, das von Jesu Werten geprägt ist.“, gibt die Direktorin im Interview Auskunft. Daneben rundeten zahlreiche Fotos und Videos, Facts über Paraguay und ein lebhafter Bericht über ein Praktikum im Colegio MAJ den ersten Teil ab. Danach gab es paraguayische Spezialitäten und exotische Fruchtsäfte für die Gäste. Ausserdem konnte man interaktiv die südamerikanische Lebensweise mit allen Sinnen erleben. Die Veranstalter sind begeistert: Das Echo auf den Abend und einige Neuspender ermutigen den Freundes- und Förderverein die Schule auf dem anderen Kontinent weiter zu unterstützen, um noch vielen weiteren Kindern Bildung zu ermöglichen.